06.06.2019 - Das „Gefüge“ gewinnt: Sieger des Kunstpreises Skulptur der Gartenschau Wassertrüdingen steht fest

Bereits vor der Eröffnung der Gartenschau traf sich bei bestem Wetter die Jury zur Begutachtung der fünf nominierten Kunstwerke auf dem Gelände in Wassertrüdingen. Nach reiflicher Überlegung entschieden sich die Schiedsrichter für das „Gefüge“ von Albrecht Fersch.

Die Jury, bestehend aus dem Geschäftsführer der Gartenschau Peter Schubert, Prokuristin Ingrid Rott-Schöwel, Künstler und Kurator Carlos Cortizo und dem Vorstand des BBK Nürnberg Mittelfranken Alexander Schräpler, hatte keine leichte Wahl. Die fünf Kunstwerke waren bereits in einer Vorjurierung von einer erfahrenen Jury des Berufsverbandes Bildender Künstler Nürnberg Mittelfranken aus 31 Einreichungen ausgewählt worden, um auf dem Gartenschaugelände aufgestellt zu werden: Albrecht Fersch mit seiner vor Ort entstandenen Arbeit "Gefüge", Christian Heß mit seinem an vielen Orten des Gartenschaugeländes auftauchenden "Wurm", Younghun Lee mit der Figur "K-12", Sylvia Lobenhofer mit ihrer "Kathedrale" aus Glas und Metall und Peter Wittstadt mit seiner in Stein gehauenen "Mutter Erde". Der Kunstwettbewerb wurde von der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH ausgelobt und in Zusammenarbeit mit dem BBK Nürnberg Mittelfranken konzipiert und durchgeführt.

Letztlich entschied sich die Jury einstimmig für das "Gefüge" von Albrecht Fersch. Die Siegerkunstwerk ist ein organisches Gebilde aus Kunststoff, das sich zwischen mehreren Bäumen auf dem Gartenschau-Gelände spannt. Es erinnert an ein Gespinst im Großformat oder auch ein neuronales Netz. In Kombination mit dem Kunststoff, der die Außenhaut bildet, entstehen beim Betrachter vielfältige interpretatorische Bezüge. Aber auch rein formal weiß das Werk zu überzeugen: Individuell vor Ort entstanden, ist es Fremdkörper und wichtiger Teil des Ganzen zugleich. Auf dem Weg durch das Gelände und hinauf zur Aussichtsplattform taucht es immer wieder auf: Immer anders, aber immer schön.