17.06.2019: Inklusion, Integration, Barrierefreiheit: Institutionen und Verbände gestalteten Tag des sozialen Miteinanders

Zahlreiche Verbände und Institutionen haben am Sonntag gemeinsam den Tag des sozialen Miteinanders auf der Gartenschau gestaltet. Bands und Chöre bespielten die Bühnen, auf der Aktionsfläche im Wörnitzpark wurden viele Aktivitäten wie Trommelworkshops, Sportprogramme oder gemeinsames Basteln angeboten.

Barrierefreiheit und Integration von behinderten Menschen ist ein allgegenwärtiges Thema. Auch die Gartenschau hat diesen Sonntag ganz ins Zeichen des sozialen Miteinanders gestellt. Viele Pflegeheime, soziale Vereine und Institutionen haben sich beteiligt, um den Besuchern die vielfältigen Schichten des sensiblen Themas näher zu bringen. Dies taten die Mitwirkenden – trotz des anfangs schlechten Wetters - in verschiedenster Art und Weise: Einige Vereine bespielten mit Bands und Chören die Bühnen, andere präsentierten sich und ihre Arbeit auf der Aktionsfläche und boten zudem noch interessante Mitmach-Aktivitäten an.

Bei einer Podiumsdiskussion auf der Sparkassenbühne im Wörnitzpark wurde am Nachmittag über Inklusion und Integration von Menschen mit Behinderung diskutiert. Beteiligt an der Diskussion waren Stefan Ultsch, Bürgermeister von Wassertrüdingen, Verena Bentele, Präsidentin des VdK, Hans Dieter Niederprüm, Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland, Holger Kiesel, Beauftragter für Menschen mit Behinderung der Bayerischen Staatsregierung und Anton Seitz, Behindertenbeauftragter des Landkreises Ansbach.

Auch das Team der Gartenschau hat sich bezüglich Barrierefreiheit viele Gedanken gemacht, um eingeschränkten Besuchern einen schönen Aufenthalt zu bieten. Das gesamte Gelände wurde nahezu barrierefrei gestaltet. Die Steigungen wurden deswegen möglichst gering gehalten. Für Rollstuhlfahrer aber auch Familien mit Kinderwägen ist die Gartenschau also bestens geeignet. Auch für diejenigen, die zwar noch laufen können, aber weite Distanzen nicht mehr schaffen, wurden mehrere Services eingerichtet. An den Kassen kann man sich beispielsweise Rollstühle oder E-Scooter ausleihen. Ein Shuttlebus fährt im halbstündlichen Takt die verschiedenen Stationen ab, auch den Weg durch die Stadt können sich Gehbehinderte oder Ältere damit ersparen. Zudem wurden Audio-Guides und Blinden-QR-Codes für Menschen mit Sehbehinderung entworfen. „Zwei Dinge sind wichtig. Man muss Barrierefreiheit fördern und anbieten, aber diese Angebote, wie sie beispielsweise die Gartenschau bietet, müssen dann auch genutzt werden.“, erklärte Verena Bentele, die selbst eine Sehbehinderung hat. Vieles wurde somit getan, um allen Menschen auf der Gartenschau einen schönen Tag zu bereiten und der Tag des sozialen Miteinanders hat den Besuchern die Wichtigkeit von Integration und Barrierefreiheit noch einmal verdeutlicht.